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Publikationen und Forschungsprojekte mit Daten von naturbeobachtung.at

Nach positiver Prüfung eines Antrags auf Dateneinsicht durch den wissenschaftlichen Fachbeirat von naturbeobachtung.at, kann der Antragsteller die angefragten Daten verwenden. Natürlich muss naturbeobachtung.at immer als Datenquelle angegeben werden. In folgende Studien und Forschungsprojekte flossen bereits Fundmeldungen von naturbeobachtung.at (in chronologischer Reihenfolge):

Forschungsarbeit "Aktualisierung der bekannten Verbreitung der Nutria (Myocastor coypus) in Österreich" (Anna Schertler, Universität Wien, 2021)

Amphibien-Fundmeldungen für Master-Arbeit: Plant phenology as indicator for the beginning of migration of three Central European amphibian species: analysis based on citizen science data(Maria Peer, Boku Wien, 2020)

Julia Lanner, K. Huchler, B. Pachinger, C. Sedivy, H. Meimberg: Dispersal patterns of an introduced wild bee, Megachile sculpturalis Smith, 1853 (Hymenoptera: Megachilidae) in European alpine countries(https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0236042): Beobachtungsdaten zur Asiatischen Mörtelbiene

J. Georg Friebe & Klaus Zimmermann: Beitrag Streudaten zur Fauna Vorarlbergs. IV. Ausgewählte Nachweise von Fliegen- und Mückenarten (Insecta: Diptera) Erwähnung von Beobachtungen von naturbeobachtung.at

Neuwirth, Neumayer, Wallner, 2020, "Factors for a successful citizen science on the example of bumblebee observations on naturbeobachtung.at" (Beitrag in Proceedings of Science)

H. Höttinger, 2018, "Neue Nachweise von Argynnis pandora aus Österreich" in "Entomologica Austriaca/Band 25:67-75": Erwähnung Beobachtung von Inge Endel

Welcher Frosch ist das? (ÖGH-Aktuell Nr. 52: 40-42 (Oktober 2019); Beitrag von Ute Nüsken)

Anlässlich der 5. Citizen Science-Konferenz in Obergurgl (26.-27.6.2019) wurden Hummelbeobachtungs-Daten in Form eines Fachvortragspräsentiert.

Anlässlich des Naturschutzkurses "Wild auf Bienen" (25.5.2019) wurden Hummelbeobachtungs-Daten in Form eines Fachvortragspräsentiert.

Weitergabe non gemeldete Daten zu Igel-Roadkills in Wien für eine Masterarbeit "Igel-Roadkill im Wiener Stadtgebiet - Analyse des Einflusses von Landnutzung mittels Citizen Science und anderer öffentlicher Daten" (Boku Wien: Irene Hoppe, 2019)

Ziesel- und Feldhamster-Meldungen (W, NÖ, BGL) für die online-Verbreitungskarte der Uni Wien (Dr. Ilse Hoffmann - https://www.univie.ac.at/ziesel_hamster/zieselvorkommen.html)

Anlässlich der 4. Citizen Science-Konferenz in Salzburg (1.-2. Februar 2018) wurden Hummelbeobachtungs-Daten in Form eines Posters (Verbreitung und Ökologie von Hummeln mit naturbeobachtung.at erforschen) präsentiert.

Anlässlich des 19. Europäischen Herpetologiekongresses in Salzburg (18.-23.9.2017) wurden Reptilienbeobachtungsdaten bei der Postersession präsentiert: Experience, report and protect reptiles - A citizen science projekt in Austria

Daten der Ungarischen Hummel zur „Analyse der rezenten Ausbreitungsmuster von Bombus haematurus in Mitteleuropa im Zusammenhang mit klimatischen Veränderungen“ (Johann Neumayer/Paolo Biella, 2017)

FFH-Monitoring & Basiserhebung 2017 zu Hirschkäfer, Alpenbock und Eremit (natur:büro Naturraumbewertung Forschung Beratung OG, 2017)

Daten zum Karstweißling für eine Doktorarbeit zur „Arealexpansion des Karstweißlings“ (Anika Neu, Universität Greifswald, 2017)

Seit 2016 fließen alle Admiral-Daten in das internationale "Red Admiral migration"-Projekt der Universität Bern (Marco Thoma)

Feldhamster-Daten für das Feldhamster-Schutzprojekt des Naturschutzbund Niederösterreich, 2016

Igeldaten für die Bachelorarbeit „Biodiversität in Gärten“ (Bernadette Kaiser, BOKU, 2014)

Übermittlung aller Daten für Osterluzeifalter, Ziesel, Gämse, Alpenbock, Schwarzer Apollo, Apollofalter, Eremit, Haselmaus, Sumpf-Siegwurz, Frauenschuh, Feldhamster, Biber, Steinkrebs, Arnika und Weinbergschnecke an das Umweltbundesamt (2012) für den Bericht über die FFH-Arten an die EU

Alpensalamanderdaten für eine „Modellierung des Alpensalamander-Lebensraums“ (Véronique Helfer, Universität Salzburg, 2012)

Distelfalterdaten für die internationale Distelfalterstudie von Constantí Stefanescu (Ecography, 2012)

Alle Amphibien- und Reptiliendaten für eine Basiserhebung FFH-relevanter Amphibien und Reptilien in Niederösterreich, (Naturschutzbund Niederösterreich, 2011)

Daten zur Gottesanbeterin für den Verbreitungsatlas der Heuschrecken und Fangschrecken Ostösterreichs (Zuna-Kratky et al.; 2009 &2010)

Wiedehopf-Daten für die Projektstudie "Wiedehopf in Kärnten" (Naturschutzbund Kärnten/Kleewein; 2009)

Zieseldaten für das Ziesel-Zählprojekt des Naturschutzbund Niederösterreich (Enzinger, 2009)

Amphiben- und Reptiliendaten für den „Atlas der Amphibien und Reptilien Oberösterreichs“ (Weißmair, 2008)

Alle Wanderfalter-Daten (Admiral, Distelfalter…) ergänzen den jährlich erscheinenden Wanderfalter-Jahresbericht seit 2006 (Atalanta /DFZS; Hensle; jährl. seit 2006)

Informationen zum Datenmanagement

Die Fundmeldungen von naturbeobachtung.at sollen in weiterer Folge für wissenschaftliche Projekte und Publikationen zur Verfügung stehen.
Nicht nur der Naturschutzbund als Projektbetreiber und science4you als Datenmanager haben daher eine Selbstverpflichtung zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Funddaten unterzeichnet.* Auch der "Datenwerber" muss sich zu diesem Umgang und außerdem einer Verwendung der Funddaten im Sinne des Naturschutzes verpflichten.

Über die Verwendung der Datenin wissenschaftlichen Projekten entscheidet dabei der Fachbeirat von naturbeobachtung.at in folgender Form: Aufgrund der „Vereinbarung zur Dateneinsicht in naturbeobachtung.at"** bereitet der Naturschutzbund einen Vorschlag bzw. eine Empfehlung vor, ob die Daten aus naturbeobachtung.at für das im Antrag genannte Projekt verwendet werden können. Die Vertreter des Fachbeirats von naturbeobachtung.at haben zwei Wochen Zeit, zum Vorschlag Stellung zu nehmen und dem Vorschlag zuzustimmen oder ihn mit einer Begründung abzulehnen. Die Mehrheit entscheidet – und hat bisher immer mit einem "pro" entschieden, wenn auch zuweilen mit Auflagen.

Eine Sonderfall sind Kooperationspartner, mit denen wir ein gemeinsames Projekt durchführen. Fachexpert/innen validieren Daten und geben (im Forum beispielsweise) Bestimmungshilfe, und erhalten im Gegenzug die gewonnenen Vorkommens-Daten zu ihrer weiteren Verwendung. Ein Beispiel ist das Biologiezentrum Linz: Im Zuge der gemeinsamen Säugetiererhebung in OÖ werden die Daten anschließend dem Landesmuseum OÖ zur Verfügung gestellt - zum Einspeisen in die zobodat-Datenbank.

Download:
* Selbstverpflichtung des | naturschutzbundes | Österreich und science4you zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Funddaten von www.naturbeobachtung.at (pdf, 48 kb)

** Vereinbarung zur Dateneinsicht in naturbeobachtung.at zum Download (docx)


Die Dokumente bitte senden an naturbeobachtung[@]naturschutzbund.at



Naturschutzbund unterzeichnet das Memorandum der „Allianz für Responsible Science“

1.7.2015. Der Naturschutzbund hat die scharfe Abgrenzung zwischen Wissenschaft und Alltag längst durchbrochen. Denn seit seinem Bestehen – seit nunmehr über 100 Jahren – setzt er auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft. Uns unterstützen viele Wissenschaftler, aber auch die vielen Mitglieder, die mit ihrem vielfältigen Wissen und mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten unsere Naturschutzarbeit lenken und stärken. 2006 wurde mit www.naturbeobachtung.at die erste und in diesem Ausmaß auch einzigartige Online-Melde-Plattform geschaffen. Mittlerweile hat www.naturbeobachtung.at fast 5.000 Melderinnen und Melder, die bis dato über 260.000 Fundmeldungen, mehr als 120.000 Belegfotos und 80.000 Forumsbeiträge im Diskussionsforum lieferten.

Die eingehenden Daten werden laufend verwendet, sie fließen in wissenschaftliche Studien und Publikationen ein, in die Naturschutz- und Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzbundes und stellen eine wichtige Basis für Schutzprojekte im ganzen Land dar.

www.naturbeobachtung.at funktioniert mittlerweile wie ein „Biologikum“: von Experten "angelernte" Hobbyforscher helfen schon nach wenigen Jahren "Neubesuchern" selbst bei der Bestimmung von Arten. Das ist auch der Sinn der ältesten „Citizen Science Naturdatensammelplattform Österreichs“: die Artenkenntnis in der Bevölkerung zu heben und diese für die Bedürfnisse gefährdeter Arten und unserer Natur zu sensibilisieren.

Der neue Schwerpunkt des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) "Responsible Science - Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog" zielt genau darauf ab, womit sich www.naturbeobachtung.at schon lange beschäftigt. Es soll eine "forschende Bewegung" im ganzen Land generiert und die Bevölkerung für die Leistung und Bedeutung der Forschung begeistert werden.

Der Startschuss für die „Allianz für Responsible Science“ erfolgte mit der Unterzeichnung eines Memorandums am 17. Juni im Media Tower in Wien. Wir sind stolz, dass der Naturschutzbund mit www.naturbeobachtung.at zu den Erstunterzeichnern dieses Memorandums zählt und von Beginn an mit dabei ist. Unsere Geschäftsführerin, Mag. Birgit Mair-Markart, wurde auch auf die Bühne gebeten und wies darauf hin, dass die Aufrechterhaltung funktionierender Wissenschafts-Amateur-Netzwerke wie www.naturbeobachtung.at eine große Herausforderung sei. Denn dazu braucht es Kontinuität in der Finanzierung, etwa in Form von Basisfinanzierungen. Das wäre eines der Ergebnisse, das sich der Naturschutzbund von der "Allianz für Responsible Science" erhofft.

An dieser Stelle ergeht von unserer Seite ein großer Dank an die vielen Melder und Melderinnen, an die Experten und Expertinnen, die unsere Plattform seit Jahren zu einem gelebten Wissenschafts-Amateur-Netzwerk machen!


Naturbeobachtung: Amateurforscher leisten wichtigen Beitrag zur Biodiversitätsforschung

10.7.2010. Am 1.7.2010 fand in Salzburg die vom Naturschutzbund organisierte und vom Wissenschaftsministerium unterstützte Fachtagung "Public goes Science – Der Wert von Amateurarbeit für die Biodiversitätsforschung" statt. Dabei diskutierten Wissenschaftler, Hobbyforscher und Plattformbetreiber über die Chancen und Möglichkeiten so genannter "Amateur-Wissenschafts-Netzwerke" und erörterten gemeinsam die Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

In naturwissenschaftlichen Bereichen wie Phänologieforschung oder Artenerhebung haben Amateur-Wissenschafts-Netzwerke in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ein modellhaftes und bereits recht erfolgreiches Beispiel hierfür ist die online-Meldeplattform www.naturbeobachtung.at.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftspolitischer Entwicklungen, in denen die Ausbildung zur Artenkenntnis an den Universitäten stark rückläufig ist (aber gleichzeitig der Bedarf an soliden "Artenkennern" durch die Anforderungen der nationalen und internationalen Naturschutzpolitik steigt), ist das Wissen von "Hobbyforschern" wertvoller denn je. Denn typische Amateurbiologen sind zumeist keineswegs "Laien", sondern hochgradige Spezialisten mit oftmals profunder Formenkenntnis innerhalb bestimmter Organismengruppen. Beispielhaft seien hier nur die Hauptautoren des Bestimmungsklassikers "Flora von Österreich" oder die Datensammlung ehrenamtlicher Vogelkundler für den "Österreichischen Brutvogel-Atlas" (BirdLife) erwähnt.

Mit der Einbindung der Bevölkerung etwa in systematische Datensammlung können Amateure aktiv und eigenverantwortlich an Forschungsarbeit in der Natur mitwirken und einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaft leisten. Wissenschaftliches und alltägliches Wissen werden so verbreitet, zusammengeführt und synergistisch genutzt. Solche "Tauschzonen des Wissens" können durch die dynamische Vielfalt der Beteiligten und ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen zu einem Zuwachs an Wissen führen, von dem letztlich alle profitieren.

In Amateur-Wissenschafts-Netzwerken liegen weitere unschätzbare Potentiale: U.a. die Hebung der allgemeinen biologischen Formenkenntnis oder die massive Breitenwirkung durch Einbindung von immer mehr Menschen in diese Netzwerke.

Wichtiges Ergebnis der Tagung ist die Verabschiedung eines "Memorandums Of Understanding", in dem die Teilnehmer des Fachkongresses die Bedeutung solcher Netze sowie ihre Absicht, auch weiterhin in diesen mitzuarbeiten, bekräftigen. Gleichzeitig richten sie den Appell an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung, den Wert von Amateur-Wissenschafts-Netzwerken zur Datengewinnung genauso wie zur Vernetzung von Amateurforschern und Wissenschaftlern anzuerkennen und diese inhaltlich wie finanziell zu unterstützen.

Download:
Memorandum zum Wert von Amateur-Wissenschafts-Netzwerken (pdf, 16 kb)


Verantwortung

Wie | naturschutzbund | und science4you müssen sich auch "Datenwerber" wie private Melder/innen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Funddaten von naturbeobachtung.at bekennen.